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Karl I. (England) ArtikelBuch-Tipp: Der Hof Karls I. von England. Politik, Provinz und Patronage 1625-1640 Es gibt leider keine Beschreibung für das Buch " Der Hof Karls I. von England. Politik, Provinz und Patronage 1625-1640". Um weitere Informationen zu diesem Buch zu finden klicken Sie bitte auf den Link oberhalb von diesem Text. Sie werden automatisch zu dem Buchhändler weiter geleitet. Karl I., engl. Charles I (* 19.11 1600 in Dunfermline; †30.01 1649 in London) war von 1625 bis 1649 König von Großbritannien und Irland.
Karl I. war der zweite Sohn von Jakob VI. von Schottland, der nachdem Tod Elisabeth I. zu dem König Jakob I. von England gekrönt wurde. Seine Mutter war Anna von Dänemark aus dem Haus Oldenburg. Am 14. November 1616 wurde Charles zu dem Prince of Wales und am 27. März 1625 als Charles I. von Großbritannien zu dem König von England, Schottland, Frankreich und Irland gekrönt. Die Krönung fand am 2. Februar 1625 in Westminster statt.
Karl I. heiratete am 13.06 1625 Henrietta Maria de Bourbon, die katholische Tochter des französischen Königs Heinrich IV. und der Maria di Medici. Sie hatten zusammen vier Söhne und fünf Töchter:
Seine Verbindung mit einer Katholikin war unter den in dem Parlament einflussreichen Puritanern unbeliebt. In dem Stil des Absolutismus missachtete Karl die Rechte des Parlaments, indem er Steuern ohne dessen Zustimmung erhob.
Karl I. ersuchte das Parlament, die Hafenzölle zu bewilligen. Überraschend erteilte das Parlament die Bewilligung ca. für ein Jahr und nicht wie bisher auf die gesamte Herrschaftszeit des Königs. Die Spannungen zwischen Parlament und König, die schon unter Jakob I. bestanden hatten, fanden einen neuen Höhepunkt. Karl löste daraufhin das Parlament auf.
Die Außenpolitik Karls führte zu dem Krieg mit Spanien. Er ließ das Parlament wieder zusammentreten, um die benötigten Gelder für den Krieg bewilligt zu bekommen. Die Abgeordneten stellten in der Petition of rights vier Forderungen, die der König anerkennen sollte. Der König ließ mehrere Parlamentarier verhaften und löste die Versammlung wieder auf. 11 Jahre trat kein Parlament mehr zusammen. Der englische König zog sich aus den militärischen Auseinandersetzungen in Europa zurück.
Ab 1632 regierte er mit Hilfe seiner Vertrauten, dem Grafen Strafford und dem Erzbischof von Canterbury, William Laud. Durch Sondergerichte wurde nun das Land kontrolliert. Die Sternkammer war für weltliche Angelegenheiten zuständig, die Hohe Kommission für die kirchlichen Belange.
Der Bischof von London wollte die presbyterianische Kirchenverfassung in Schottland abschaffen und die anglikanische Kirche hier einsetzen. Die Schotten protestierten und erhoben sich. Schottische Truppen marschierten in England ein.
Am 23.04 1640 trat das Parlament zusammen, weil Karl die Mittel für die Bekämpfung der Schotten benötigte. Ein paar Tage später, am 5.05 1640, löste er das Parlament wieder auf. Diese Tagungsperiode wurde als die Zeit des Kurzen Parlaments bekannt.
Am 3.11 1640 trat das Parlament wieder zusammen. Unter der Führung von John Pym kam es zur Anklage gegen den Grafen Strafford wegen Hochverat. Karl I., der sein Reich vom Zerfall bedroht sah, bestätigte das Todesurteil gegen Strafford. Am 12.05 1641 wurde der wichtigste Berater Karls hingerichtet.
Der König erfüllte weitere Forderungen des Parlaments: Das Parlament musste sich spätestens nach drei Jahren versammeln und die Versammlung durfte nicht ohne deren Zustimmung aufgelöst werden können. Die Sternkammer und die Hohe Kommission wurden aufgelöst. Karl I. hatte aber stets noch Anhänger in dem Unterhaus. Die königstreuen "Kavaliere" standen in Konfrontation mit den puritanischen "Rundköpfen ". Karls Versuch, Pym zu verhaften, schlug kläglich fehl. Der König floh aus London. 1642 führte dies zu dem englischen Bürgerkrieg
Die königlichen Truppen errangen zunächst Erfolge, doch 1644 bei Marston Moor und 1645 bei Naseby erlitten sie die entscheidenden Niederlagen. Unter Führung von Oliver Cromwell siegten die Puritaner.
Karl I. wurde von den Schotten gefangen genommen. Inzwischen hatte Cromwell die Macht in dem Parlament übernommen, nach dem er seine polititschen Gegner dort vertrieben hatte. Ein Gerichtshof wurde gebildet, in dessen Verlauf Karl vor Gericht gestellt und des Hochverrats schuldig gesprochen wurde. Am 30.01 1649 wurde Karl I. auf Schloss Whitehall enthauptet. Die Regierungsgewalt in England ging auf Oliver Cromwell über, der das Land unter dem neu geschaffenen Titel eines Lord-Protektor regierte. Am 7. Februar 1649 wurde Karl I. auf dem Heinrich VIII.-Friedhof, Schloss Windsor, Berkshire beerdigt.
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